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1.05.2018

Umfangreiche Studie bestätigt: Impfstoffe schwächen das Immunsystem von Babys nicht

Ein weiteres Argument, das von Impfgegner verwendet wird, ist widerlegt – eine umfangreiche amerikanische Studie zeigt, dass Standardimpfungen das Immunsystem von Kindern nicht schwächen.

„Einige Eltern sind besorgt, dass mehrere Impfstoffe in der frühen Kindheit das Immunsystem ihres Kindes schädigen könnten und sie anfälliger für zukünftige Infektionskrankheiten machen könne“, berichtete Dr. Jason Glanz, Erstautor der aktuellen, in JAMA („Journal of the American Medical Association“) veröffentlichten Studie. Er ist leitender Forscher am Kaiser Permanente Colorado Institute for Health Research. Kaiser Permanente ist ein US-amerikanisches Gesundheitsunternehmen, dessen Hauptsitz in Oakland, Kalifornien, liegt. Das Unternehmen bietet unter anderem Krankenversicherungsschutz an und betreibt Krankenhäuser. Das Kaiser Permanente Colorado Institute for Health Research ist eine integrierte Abteilung, die u.a. klinische Studien und Evaluierungsforschung durchführt, veröffentlicht und verbreitet. Glanz und seine Kollegen nutzten u.a. die Daten des Vaccine Safety Datalink (VSD), ein Register für Impfstoffsicherheit.
Die Forscher ermittelten 193 Kinder im Alter von 2 bis 4 Jahren (24 bis 47 Monate), die zwischen 2003 und 2013 in Notaufnahmen und im Krankenhaus wegen nicht impfpräventable Infektionskrankheiten (gemäß ICD-Schlüssel) behandelt worden waren. Jeder Fall wurde darauf mit etwa vier Kontrollkindern verglichen (insgesamt 751 Kinder), die das gleiche Durchschnittsalter und Geschlecht hatten, aber nicht von diesen Krankheiten betroffen waren. Bei der Verteilung von chronischen Krankheiten war die Kontrollgruppe ebenso vergleichbar mit der „Infektions-“ bzw. „Fallgruppe“.

Aus der Gesamtanzahl an Proteinen und Polysacchariden in jedem Impfstoff, die Kinder in der „Fallgruppe“ und in der Kontrollgruppe von der Geburt bis zum Alter von 23 Monaten erhalten hatten, errechneten die Experten eine „mittlere kumulative Antigenexposition“. Zugleich bewerteten sie das Risiko von nicht-impfpräventablen Infektionskrankheiten bei den Teilnehmern im Alter zwischen 2 und 4 Jahren.

Impfungen haben keinen Einfluss auf Erkrankungsrate bei nicht-impfpräventablen Infektionskrankheiten

Die Ergebnisse zeigten keinen statistisch signifikanten Unterschied in der kumulativen Antigenexposition (240,6 in der Fallgruppe und 242,9 in der Kontrollgruppe). „Diese aktuelle Studie legt nahe, dass die Theorie der Überlastung des Immunsystems eines Kindes höchst fragwürdig ist“, erklärte Glanz in einer Pressemitteilung von Kaiser Permanente. Er sagte, dass die Studie „den Eltern […] helfen soll, die Sicherheit und die Vorteile der zeitgerechten Impfungbesser zu verstehen“.

Quelle: JAMAAAP NewsKaiser Permanente

Was soll man bei Sylvester-raketen und -böllern beachten?

„Am wichtigsten ist hier: Abstand halten! Eltern sollten Kindern einen Platz in sicherer Entfernung zur Abschussstelle weisen und sie dort auch beaufsichtigen, denn sonst drohen Brandverletzungen an Augen und Händen. Babys und Kleinkinder sollten überhaupt mit ihren Eltern überhaupt nicht raus auf die Straße, sondern sich allenfalls das Spektakel vom Fenster aus anschauen.
Ohren schützen: je kleiner die Kinder sind, desto besser sollten Eltern ihre Ohren schützen. Am besten mit Ohrstöpseln, sonst drohen Knalltraumata, die die empfindlichen Kinderohren dauerhaft schädigen können.
Nicht explodierte Knallkörper niemals erneut anzünden. Stattdessen liegenlassen und den Blindgänger nach etwa fünf Minuten mit Wasser übergießen.
Abgebrannte Feuerwerkskörper nicht liegenlassen – es könnten auch Blindgänger darunter sein, die Kinder am nächsten Tag eventuell unbeaufsichtigt abbrennen.“

Siebzehn Millionen Babys unter einem Jahr atmen giftige Luft ein, die eine gesunde Gehirnentwicklung gefährdet, warnte UNICEF.

Am schlimmsten betroffen waren UNICEF zufolge Babys in Südasien, wo mehr als 12 Millionen Menschen in Gebieten mit einer Umweltverschmutzung leben, die sechsmal höher ist, als die Grenzwerte vorschreiben. Aber auch Babys in Ostasien und im Pazifik sind starker Luftverschmutzung ausgesetzt (etwa vier Millionen).

UNICEF erklärte, dass das Einatmen der winzigen Schadstoffpartikel bei schlechter Luft das Gehirngewebe schädigen und die kognitive Entwicklung beeinträchtigen könnte.

In ihrem Bericht heißt es, dass es einen Zusammenhang mit dem „verbalen und nonverbalen IQ und Gedächtnis, schlechten Testergebnissen, Notendurchschnitten bei Schulkindern sowie anderen neurologischen Verhaltensproblemen gebe. Die Folgen sind ein Leben lang spürbar.

Ist Übergewicht im Gehirn „vorprogrammiert“?

Essensgerüche rufen bei übergewichtigen Kindern stärkere Reaktionen hervor als bei normalgewichtigen Gleichaltrigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie. Übergewichtige Kinder haben demnach mehr Schwierigkeiten, Essen zu widerstehen, weil bestimmte Gehirnregionen besonders aktiv darauf reagieren.

Der Untersuchung zufolge lösen Lebensmittelgerüche Aktivitäten in den Gehirnregionen aus, die auch für impulsives Verhalten und Zwangsstörungen verantwortlich sind, die beispielsweise durch wiederkehrende Gedanken und repetitive Verhaltensweisen gekennzeichnet sind. Das ist nicht bei Kindern der Fall, die ein normales, gesundes Gewicht aufweisen, berichteten die Forscher. Die wissenschaftliche Arbeit stellten Dr. Pilar Dies-Suarez und ihr Team auf dem jährlichen Kongress der Radiological Society of North America (RSNA) vor.
Die Ergebnisse legen nahe, dass Kinder mit Übergewicht nicht in der Lage sind, mit dem Essen aufzuhören, sagte Dies-Suarez. „Deshalb sollte sich die Behandlung von Fettleibigkeit auf die Impulsivität-Kontrolle konzentrieren“, folgerte sie in einer Pressemeldung der RSNA. Doch die Wissenschaftler entdeckten nur eine Verbindung zwischen impulsiven Gehirnreaktionen bei dicken Kindern. Was Ursache und Wirkung ist, sei noch nicht geklärt, schränkten sie ein.
Mithilfe von Kernspinaufnahmen verglichen die Forscher die Gehirnaktivitäten bei 30 Kindern im Alter von 6 bis 10 Jahren. Die Kinder wurden während der Kernspinaufnahmen mit Schokolade, Zwiebeln und einem nicht Essens-typischen Geruch (verdünntes Aceton, ein Wirkstoff in Nagellackentfernern) konfrontiert.
Die Hälfte der Kinder hatte einen Body-Mass-Index (BMI) zwischen 19 und 24, also ein gesundes oder normales Gewicht, und die andere Hälfte hatte einen BMI über 30, was als Fettleibigkeit bzw. Adipositas definiert ist.

Neue Empfehlungen zur Schlafdauer veröffentlicht

Ausreichender Schlaf ist bekanntlich wichtig für die Gesundheit. Wie viel Schlaf ein Mensch benötigt, ist aber abhängig vom Alter, dem Individuum, usw. Die „National Sleep Foundation“ in den USA hat jetzt von einer Expertenrunde aus den verschiedensten medizinischen Bereichen neue Empfehlungen für die Schlafdauer jeder Altersgruppe zusammenstellen lassen. Die Richtwerte wurden in „Sleep Health: The Official Journal of the National Sleep Foundation“ veröffentlicht.

Die Empfehlungen sehen für jede Altersgruppe eine gewisse Zeitspanne vor, in der sich die Schlafdauer idealerweise bewegen sollte. Zusätzlich weisen sie eine erweiterte Dauer aus, die für manche Personen ebenfalls passend und ausreichend sein dürfte, sowie eine Stundenzahl, die nicht unter- bzw. überschritten werden sollte. Im Vergleich mit den bisher gültigen Richtlinien wurde die empfohlene Zeitspanne für die meisten Altersgruppen ausgeweitet.

Für Neugeborene (bis drei Monate) werden täglich 14 bis 17 Stunden Schlaf empfohlen, bei Säuglingen (vier bis elf Monate) sind es zwölf bis 15 Stunden, bei Kleinkindern (ein bis zwei Jahre) elf bis 14 Stunden. Im vorschulischen Alter (drei bis fünf Jahre) raten die Experten zu zehn bis 13 Stunden Schlaf, bei Schulkindern (sechs bis 13 Jahre) neun bis elf Stunden. Für Teenager beträgt die ideale Schlafdauer acht bis zehn Stunden, für junge Erwachsene (18 bis 25) und Erwachsene (26 bis 64) sieben bis neun Stunden. Älteren Erwachsenen (über 65) wird zu sieben bis acht Stunden Schlaf täglich geraten.

„Die Schlafdauer-Empfehlungen der National Sleep Foundation soll Individuen helfen, Schlafgewohnheiten zu entwickeln, die sich in einem gesunden Bereich bewegen. Die Richtlinien können auch als guter Ansatzpunkt dienen, um mit einem Arzt über das Schlafen zu sprechen“, so David Cloud, Chef der National Sleep Foundation.

 

Das Auslassen von Mahlzeiten erhöht bei Grundschulkindern das Risiko für Übergewicht. Dies ist das Ergebnis einer finnischen Studie. Kinder, die Hauptmahlzeiten ausfallen lassen, sammeln demnach mehr überschüssiges Körperfett an und zeigen bereits im Alter von 6 bis 8 Jahren ein erhöhtes kardiometabolisches Risiko.

 

Kinder bis vier Jahre müssen neben älteren Menschen besonders häufig aufgrund einer Grippeerkrankung (=Influenza, sog. echte Grippe) ins Krankenhaus. In der Grippesaison 2013/14 war ein Viertel der Patienten, die stationär wegen einer Influenza behandelt wurden, Kinder unter vier Jahren. Dies ergab die Auswertung der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) für die Influenza-Saison 2013/14.

Zusammenhang zwischen Antibiotika-Gebrauch und Asthma bei Kindern verworfen
In einer aktuellen Studie, die in der Fachzeitschrift British Medical Journal veröffentlicht wurde, widersprechen Forscher am Karolinska-Institut in Stockholm, Schweden, der These, dass es einen Zusammenhang zwischen der vermehrten Antibiotikagabe und einem Anstieg der Asthmaerkrankungen bei Kindern gebe. In der Arbeit wurden die Daten von einer halben Million Kinder ausgewertet. Demnach ist der Kontakt mit Antibiotika in der Schwangerschaft oder in der Kindheit nicht mit einem erhöhten Asthmarisiko verbunden.